Raumklima verbessern – So machst du es richtig

Mit diesen Tipps kannst du dein Raumklima verbessern

Manchmal herrscht einfach dicke Luft. Du sitzt länger in einem Raum, bist konzentriert und merkst dann erst nach einer Weile, dass du Kopfschmerzen hast und müde bist. Der erste Gedanke? Erstmal an die frische Luft gehen. Dabei kannst du in ganz einfachen Schritten dein Raumklima verbessern! Wir zeigen dir hier, was du beachten musst, um die optimale Zimmerluft in deinem Zuhause zu haben.

In diesem Blogpost erfährst du:

  • wie du die richtige Luftfeuchtigkeit erreichst
  • welche Temperatur ideal ist und wie du sie hältst
  • Tipps zum richtigen Lüften
  • welche Düfte dein Raumklima verbessern.

Luftfeuchtigkeit: Das richtige Maß um dein Raumklima zu verbessern

Zuhause zu sein bedeutet meist, den Großteil der Zeit in einem geschlossenen Raum zu verbringen (außer du hast das Glück, einen Balkon oder eine Terrasse zu besitzen). Schlechte Raumluft sorgt dafür, dass du dich in deinen vier Wänden nicht wirklich wohlfühlst und kann sich im schlimmsten Fall sogar schädlich auf deine Gesundheit auswirken. Das muss aber nicht so sein! Angefangen bei der Luftfeuchtigkeit zeigen wir dir Tipps, wie du dein Raumklima verbessern kannst.

Wie messe ich die Luftfeuchtigkeit?

Richtig exakt messen kannst du die Luftfeuchtigkeit nur mit einem eigens dafür entwickelten Gerät, dem Hygrometer. Die Art der Messung hängt vom Gerät ab, am verbreitetsten sind jedoch Haarhygrometer und elektrische Hygrometer. Die gute Nachricht: Du bekommst ein Hygrometer schon ab 10 € und hast meist gleichzeitig noch ein Thermometer inklusive. Und wenn du ein Smartphone besitzt hast du die Option, ein Hygrometer in Kombination mit einer App zu benutzen, die dir dann oft auch sagt, wann du lüften musst – gar nicht so schwer also!

Reduziere die Luftfeuchtigkeit, um das Raumklima zu verbessern

Ideal ist eine Luftfeuchtigkeit, die zwischen 45 und 60% liegt. Wenn du kein Hygrometer kaufen willst, dann versuche auf dein Bauchgefühl zu hören: Hast du ständig gereizte Augen und Nase oder ist die Luft eher schwül? Danach kannst du dich dann beim Lüften richten. Tipps dazu kommen weiter unten, jetzt erstmal ein paar andere Lösungen bei zu trockener oder feuchter Luft.

Ideal ist eine Luftfeuchtigkeit,
die zwischen 45 und 60% liegt.

Trockene Luft ade

Besonders im Winter ist trockene Raumluft ein Problem, da die Heizung Feuchtigkeit aus der Luft saugt. Das wiederum trocknet deine Schleimhäute aus und du erkältest dich leichter als sonst. Ein einfacher Tipp ist hier, nach dem Duschen oder Baden nicht das Fenster zu öffnen, sondern die Badezimmertür offen zu lassen, damit die Feuchtigkeit in die anliegenden Räume entweichen kann. Aber Achtung, im Sommer ist das wahrscheinlich zu schwül! Außerdem kannst du auf die Heizung Schüsselchen mit Wasser oder eigens dafür vorgesehene Behälter hängen, wie dieser Luftbefeuchtungs-Kaktus.

Richtiges Heizen kann dein Raumklima verbessern

Auch gewisse Pflanzen können ein trockenes Raumklima verbessern. Wie wäre es zum Beispiel mit einer schadstofffilternden Grünlilie oder einer luftbefeuchtenden Papyrus-Pflanze? Schöner Nebeneffekt: Die Pflanzen sind kleine Putzhelferchen, da sie Staub in der Luft binden (yay!) und außerdem peppen sie eine Wohnung optisch auch gleich auf.

Pflanzen können dein Raumklima verbessern

Außerdem kannst du deine frisch gewaschene Wäsche einfach in das Zimmer zum Trocknen stellen, wo du die Luftfeuchtigkeit erhöhen willst. Alternativ machen feuchte Tücher denselben Job, das sieht dann aber eher ungewöhnlich aus 😉 Wer es etwas exotischer mag, der stellt sich einen kleinen Zimmerbrunnen auf den Tisch. Und falls du schon immer von Fischen als Haustier geträumt hast, dann nutze die Gelegenheit und lass anschließend das Aquarium von Nemo und Co. unbedeckt, damit das Wasser in den Raum verdunsten kann!

Kleiner Zimmerbrunnen

Als letzer Hinweis der teuerste, aber gleichzeitig auch bekannteste: ein Luftbefeuchtungsgerät. Da musst du dir zuerst jedoch ein Gerät anschaffen, dann kommen hohe Stromkosten hinzu und du musst es regelmäßig reinigen, damit es nicht zur Bakterienschleuder wird. Wir sagen: Dein Raumklima kannst du auch kostengünstiger verbessern!

Schimmel durch feuchte Raumluft

Ist die Luftfeuchtigkeit zu hoch, dann kann das auch gesundheitsschädlich sein. Nämlich dann, wenn sich Schimmel bildet – und das geht leider schneller als gedacht. Auch hier kannst du dir natürlich einen Luftentfeuchter beschaffen, jedoch blätterst du da gleich 100-200 € hin und solltest das also nur machen, wenn nichts anderes mehr funktioniert.

Der erste Schritt ist, das Lüften daran anzupassen (siehe unten), vor allem nach Aktivitäten wie Duschen, Bügeln oder Spülen, weil da viel Wasserdampf in die Luft gelangt. Probier mal Schüsselchen mit Salz aus, um die feuchte Raumluft zu verbessern. Fülle dazu einen ganz normalen Behälter wie eine Müslischale mit normalem Speisesalz und stelle ihn an eine feuchte Stelle. Das Salz wird das Wasser aufsaugen, wie im Winter das Streusalz den Schnee. Wenn du eine Katze hast, dann eignet sich auch Katzenstreu dafür.

Salz saugt Feuchtigkeit auf, um das Raumklima zu verbessern

Achte dann noch darauf, große Möbel nie zu nahe an die Wände zu stellen, sonst kann sich dahinter Schimmel entwickeln. Mit ein paar Zentimetern Abstand kann die Luft aber zirkulieren und du machst es dem Schimmel schwerer!

Raumklima verbessern: Wie warm oder kalt soll es sein?

Für unseren Körper ist eine Temperatur von 20 Grad Celsius ideal. Wohnräume können 1-2 Grad drüber liegen, Schlafzimmer sollen jedoch 1-2 Grad kühler sein, da auch die Körpertemperatur im Schlaf etwas absinkt.

Die ideale Temperatur im Schlafzimmer liegt bei 20 Grad Celsius

Im Winter raten wir euch, konstant auf niedriger Temperatur zu heizen, wenn ihr tagsüber nicht im Haus seid. Ein Raum braucht nämlich eine gewisse Zeit um sich aufzuheizen, und schnelles Turboheizen drückt auch auf den Geldbeutel. Vergesst nicht, Zwischentüren zu schließen, falls ihr anliegende Räume unterschiedlich beheizt.

Im Sommer heißt es ohne Klimaanlage „Jalousien runter!“, da direkte Sonneneinstrahlung tagsüber den Raum unglaublich aufheizen kann. Lüften solltet ihr hier außerdem möglichst nur frühmorgens und abends, oder nach dem Duschen um keine schwüle Luft in der Wohnung einzusperren.

Jalousien runter für besseres Raumklima im Sommer

Richtig lüften will gelernt sein!

Willst du dein Raumklima verbessern, dann ist Lüften das wohl wichtigste Element davon. Wenn du dabei ein paar Sachen beachtest, darfst du dich getrost Lüftmeister nennen!

Lüfte richtig für ein besseres Raumklima

Vergiss die Kippfunktion deiner Fenster, weit offen ist angesagt! Das ist viel effektiver als langwieriges Kippen. Solltest du gegenüberliegende Fenster in einem Raum haben, dann mach beide auf und du hast einen Durchzug. Sind die Fenster zu, sollten aber keine undichten Stellen da sein, die Zugluft verursachen.

Lüfte mehrmals täglich und mit weit offenen Fenstern!

Lüfte auf jeden Fall mehrmals täglich und gut über den Tag verteilt. Natürlich kommt das auch auf die Häufigkeit der Raumnutzung an, die Abstellkammer ist ja kein Schlafzimmer 😉 Achte im Winter unbedingt darauf, dass du die Heizung ausschaltest und erst wieder anmachst, wenn die Fenster wieder geschlossen sind, sonst verschwendest du eine riesige Menge an Energie. Das sollten nur 5-10 Minuten sein, im Sommer aber gerne 20-25, oder du lässt da gleich das Fenster über Nacht offen. Denn tagsüber solltest du in heißen Monaten offene Fenster vermeiden, damit du dir nicht noch mehr Hitze ins Haus holst.

Raumdüfte für die ultimative Wohlfühlstimmung

Wenn du in einen Raum eintrittst dann achtest du nicht nur auf das Aussehen, sondern auch auf den Geruch. Mieft es nach Essen, riecht es abgestanden oder duftet es frisch? Je nach Nuance beeinflusst das deine Stimmung, auch unterbewusst.

Neben dem Lüften helfen auch Duftstoffe dabei, das Raumklima deiner Wohnung zu verbessern. Du kannst zum Beispiel einfach ein paar Tropfen eines ätherischen Öles auf eine Terrakottaschale oder ein unbehandeltes Stück Holz geben, dann verteilt sich der Duft nach und nach im Raum. Jedes Öl hat dabei eine andere Wirkung, Eukalyptusöl hilft zum Beispiel gegen Erkältungen, Orangenblütenöl gegen Stress. Hier findest du eine Übersicht über die Wirkung verschiedener Öle. Du kannst dir aber auch einen Duft-Diffuser mit Stäbchen selbermachen und dabei dein Lieblingsöl verwenden.

Selbstgemachter Duft-Diffuser

Im Winter verbreiten „Duftorangen“ einen wunderbar weihnachtlichen Duft, und auch das kannst du mit einer Orange und ein paar Gewürznelken ganz einfach selber herstellen. Die faule Variante: einfach ein paar Orangen- oder Zitronenschalen auf die Heizung legen, funktioniert auch 😉 Oder du schneidest ein Bündel frischer Kräuter, wie Salbei oder Lavendel, ab und hängst sie kopfüber auf, bis sie getrocknet sind. Das dauert ein paar Wochen und deine Wohnung wird himmlisch duften!

Sehr beliebt sind auch Duftkerzen. Wenn ihr oft welche anzündet, dann achtet auf natürliche Inhaltsstoffe wie bei diesen Duftkerzen aus Bienenwachs, da beim Abbrennen Inhaltsstoffe in die Luft gelangen. Für die Küche gibt es eigene Kerzen wie diese hier , die Gerüche neutralisiert.

Auch Duftkerzen können dein Raumklima verbessern

Es ist also nicht schwer, dein Raumklima zu verbessern, wenn du die oben genannten Hinweise beachtest. So kannst du deine Zeit zuhause wirklich genießen und dich in deinen vier Wänden wohlfühlen :) Viel Spaß beim Ausprobieren!

P.S.: Hier findest du einen tollen Leitfaden, der Tipps für gute Raumluft nochmal zusammenfasst, und hier noch zwei Videos zum richtigen Lüften und Heizen:

Hi ich bin Klara! In den nächsten Monaten werdet ihr mich öfter auf dem zoomsquare Blog antreffen. Freue mich auf eure Kommentare :)